Unter der straffen Führung von Johann Schmidberger erfolgte erneut ein beachtlicher Aufschwung des Musikvereins. Die Musikfest in Biberach und Mengen wurden mit großem Erfolg besucht. Am 19. und 20. Juli 1924 wurde unter Vorstand Josef Kuhn das 50-jährige Vereinsjubiläum gefeiert. Mit großem Festzelt und unter Beteiligung der gesamten Einwohnerschaft, die mit Freude und Eifer bei den Vorbereitungen mitwirkte, wurde das Jubiläum im großen Rahmen gefeiert. Dieses Musikfest fand eine große Resonanz, denn nicht nur die Vereine aus der Nachbarschaft, sondern sogar Kapellen bis zum Bodenseegebiet nahmen teil und so waren insgesamt 33 Musikkapellen erschienen, die sich zum Preisspiel stellten. Für die damalige Zeit war dies eine stattliche Beteiligung und die Chronik berichtet von einem glänzenden Erfolg für den Verein. Festprogramm von 1924

In den folgenden Jahren nahm der Musikverein Ummendorf an neun Musikfesten teil und konnte dabei gute, zum Teil hervorragende Ergebnisse in Verbindung mit schönen und wertvollen Preisen erzielen. Daneben trat der Verein bei vielen weltlichen Anlässen auf, spielte bei Hochzeiten und Beerdigungen, erfreute Jubilare mit Ständchen, gab Konzerte, wobei die Kurkonzerte im nahe liegenden Jordanbad eine bedeutende Rolle spielten. Schon seit vielen Jahren beteiligte sich der Verein am Biberacher Schützenfest. Theater- und Unterhaltungsveranstaltungen an Weihnachten und Fastnacht gehörten bereits seit geraumer Zeit zum feststehenden Programm. Auch am kirchlichen Leben nahm der Musikverein Ummendorf aktiven Anteil. Er spielte an hohen Festtagen in der Kirche und gab der Öschprozession und der Fronleichnamsprozession regelmäßig die musikalische Umrahmung. Auch bei Festen und Feiern der Gemeinde trug der Verein seinen Teil zur Verschönerung bei. Ausfüge der aktiven Musiker förderten die Kameradschaft und Treue zum Verein, ebenso wie das gesellige Zusammensein. Dem rührigen Vorstand Josef Anton Kuhn folgte 1930 Anton Burr, der dieses Amt bis zu seinem Rücktritt im Jahr 1933 innehatte.

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