Kuriose Kunden, gewitzte Händler und erfahrene Trödler treffen aufeinander

Ummendorf / joe Ganz Ummendorf war am Samstag im Flohmarktfieber. Neben dem großen Flohmarkt des Musikvereins, der mit mehr als 150 Ständen jeden Winkel des Bräuhaus-Geländes besetzte, nutzten auch andere die Laufkundschaft und bauten ihren Trödel in Gassen und unter Vordächern auf oder veranstalteten einen Hausflohmarkt.

Um 4.30 Uhr haben die Ummendorferinnen Vilja Steib und Claudia Buch ihre Kinderkleider und Spielsachen unter freiem Himmel aufgebaut und hatten schon zu dieser frühen Stunde Kundschaft, die mit Taschenlampen bewaffnet fragten: „Darf i gucka?“

Gleich neben dran haben Luca Sörgel und sein Papa Roland einen Stand mit jeder Menge Playmobil. Das erste Schiff habe schon für 30 Euro einen neuen Besitzer gefunden, erzählt Vater Sörgel: „Wir machen faire Preise und das Geld bekommt Luca, schließlich hat er die Sachen einmal geschenkt bekommen.“ Luca spart auf einen Laptop. Rosi Leichtle und Robert Mayer aus Walpertshofen haben sich für ein Plätzchen im Zelt entschieden. „Hier drin ist es praktisch, man kann vorher anliefern und ist vom Wetter unabhängig“, sagen die erfahrenen Trödler.

Ola Poppmann ist die Handtasche, die er für seine Schwester ausgesucht hat, mit sieben Euro viel zu teuer. Weil feilschen zum Flohmarkt dazugehört, handelt er das gute Stück in Windeseile auf drei Euro runter.

Johannes Lang, Marktleiter und Pressewart des Musikvereins ist begeistert, dass es so gut läuft. Der Erlös aus den Standgebühren hilft, den Ausbau der Probenräume in der neuen Mehrzweckhalle zu finanzieren.

Bilder finden Sie hier

Das Jugendblasorchester Ochsenhausen- Ummendorf und das Blasorchester Ummendorf überzeugen

fk201503
Xenia Grieser sang sich bei "Gabriellas Song" mit dem Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf in die Herzen der Zuhörer. (Foto: Josef Aßfalg)

Ringschnait/Ummendorf sz Der Musikverein Ummendorf hat in der Dürnachhalle in Ringschnait einen hervorragenden Konzertabend geboten. Akteure waren das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf und das Blasorchester Ummendorf.

Mit den Stücken „La Storia“ (Jacob de Haan) und dem Medley „Adele in Concert“ (Arrangement Michael Brown) gab die Jugendkapelle einen fulminanten Auftakt. Dazwischen fesselte die 15-Jährige Xenia Grieser bei „Gabriellas Song“ (Arrangement Kurt Gäble) aus dem Film „Wie im Himmel“ das Publikum mit schöner Stimme. Das Orchester mit 45 Buben und Mädchen, unter dem Dirigat des mit viel Körpereinsatz agierenden Dimitri Frenkel, musizierte mit guter Dynamik, sauber in Melodie und Rhythmus. Die Stücke wurden von Marla Münch, Luisa Bender und Selina Emser angesagt. Nach lang anhaltendem Beifall gaben sie „Happy“ als Zugabe.

Trompetenklänge schaffen Atmosphäre des Hochgefühls

Und dann die „Großen“: Martina Rimmele hatte „Fanfare and Theme“ von John Williams als ideales Eröffnungsstück gewählt, die dramatischen Trompetenklänge schafften eine Atmosphäre des Hochgefühls. Unter ihrer Stabführung stellten die 68 Damen und Herren des Blasorchesters dann in „Terra Vulcania“ (Otto M. Schwarz) die Entstehung und Gegenwart des steirischen Vulkanlandes dar. Nach den Teilen „March“ und „Song of the Blacksmith“ aus der „Second Suite in F“ von Gustav Holst folgte „Dialog der Generationen“ (Kurt Gäble) und „Team Spirit“ (Roland Kreid).

Den Schlusspunkt des grandiosen und bewegenden Konzerts bildete „In the Stones“ von der erfolgreichen Funkformation „Earth, Wind and Fire“. Nach lang anhaltendem Applaus formierten sich die rund 110 Musiker von Jugendkapelle und Blasorchester mit den Titeln „Highland Cathedral“ und dem „Ruez-Marsch“ zur Zugabe auf der Bühne. Vorstand Herbert Lang hatte am Schluss lobende Worte für die Dirigentin, die die Kapelle seit zehn Jahren leitet.

Das Blasorchester Ummendorf mit der diplomierten Dirigentin Martina Rimmele gehört zweifellos zu den renommierten Ensembles im Landkreis. Die Kooperation mit den Bläserklassen der Umlachtalschule ist eine Stütze für den Musikernachwuchs des Vereins angesichts des demografischen Wandels.

Verein baut für seine Zukunft

„Wir bauen für unsere Zukunft“, stand auf dem Flyer des Konzertprogramms. Im Zuge des Neubaus einer Mehrzweckhalle in Ummendorf werden für den Musikverein neue Proberäume eingebaut. Mit den Musiktiteln thematisierte Moderator Reinhold Hörnle das Bauvorhaben. Hörnle interpretierte zum Beispiel die Komposition „Team Spirit“ mit der gemeinsamen Arbeit im Orchester und auf dem Bau. Eine alternative Auslegung von „Team“ sei „Toll, ein anderer macht’s“, so Reinhold Hörnle scherzhaft.

Erhebliche Eigenleistungen

Hörnle, der am Konzertabend als genialer Moderator auftrat, sagte, dass der Innenausbau für den Musikverein rund 260000 Euro koste, davon seien 140000 Euro Materialkosten. Die Musiker erbringen Eigenleistungen im Wert von 120000 Euro. Abzüglich des Eigenkapitals habe der Verein einen Kredit über 70000 Euro aufgenommen, sagte Hörnle. Auf einer großen Leinwand konnte man Bilder von den bisherigen Bauarbeiten sehen. Als vereinsinterne Baufachleute für verschiedene Gewerke wurden Alois Lerner, Simon Rothenhäußler, Anton Mayer, Andreas Lerner und Klaus Lang vorgestellt.

Ummendorfer Blasorchester gibt Frühjahrskonzert

fk201502
Der Vorsitzende Herbert Lang (von links) ehrte Ellen Mohr, Christel Fritzenschaft, Isabell Buohler, Georg Jäckle, Albert Moll und Jürgen Braun. (Foto: Josef Aßfalg)

Ringschnait/Ummendorf aß Beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Ummendorf in der Dürnachhalle in Ringschnait hat der Vereinsvorsitzende Herbert Lang im Auftrag des Blasmusikverbands Baden-Württemberg verdiente Mitglieder geehrt.

Für 40-jähriges Musizieren wurden zwei Musiker ausgezeichnet. Georg Jäckle habe 1975 zum ersten Mal in ein Horn geblasen, sagte Lang humorvoll. Jäckle sei auch bei allen denkbaren handwerklichen Tätigkeiten gefragt. „Was du anpackst, hat Hand und Fuß.“ Ebenfalls seit 40 Jahren ist Albert Moll dabei. Von 1990 an war Moll acht Jahre organisatorischer Jugendleiter und habe sich für die Jugendausbildung eingesetzt. Daneben war er acht Jahre im Ausschuss und zwei Jahre als Festwirt tätig. Jäckle und Moll erhielten die Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief.

Für 30-jährige Blasmusiktätigkeit erhielt Christel Fritzenschaft die Ehrennadel in Gold. Sie war zudem zwei Jahre Kassenprüferin.

Für 20-jähriges Musizieren erhielten Ellen Mohr und Isabell Buohler die Ehrennadel in Silber. Ellen Mohr sei zusätzlich als Vergnügungswartin, Beisitzerin im Ausschuss und vier Jahre als Jugendreferentin engagiert gewesen. Isabell Buohler war in der Fest-GbR des Musikvereins tätig und eine große Stütze bei der Organisation von Veranstaltungen.

Die Fördermedaille in Bronze erhielt Jürgen Braun: Er war seit 2004 Kassierer und ist heute Kassenwart des Fördervereins. Zudem war Braun von 2002 acht Jahre lang Dirigentenstellvertreter und vier Jahre Ausschussmitglied.

Beim Kinderkonzert des Musikvereins Ummendorf erklingt das Musical „Peter Pan“

Ringschnait/Ummendorf aß „Peter Pan“ war der Knüller beim Kinderkonzert des Musikvereins Ummendorf (MVU) in der Dürnachhalle in Ringschnait. Zuvor hatten die jungen Akteure der Blechbläserklassen 4 und 6/7 der Umlachtalschule Ummendorf gemeinsam mit dem Blasorchester des MVU ihren Auftritt.

Peter Pan, ein Musical für alle Kinder und Junggebliebenen, die sich ihren Glauben an die Fantasie bewahrt haben: Auf der Insel „Nimmerland“ erlebt der ewig Kind gebliebene Peter Pan spannende Abenteuer. Sein Widersacher Captain Hook und andere märchenhafte Wesen sind mit von der Partie. Kindgerecht erzählte Dirigentin Martina Rimmele, unterstützt mit Bildern auf einer großen Leinwand, die Märchengeschichte. Mit den Märchenklängen des Orchesters nahm sie die Besucher mit auf die Reise ins Nimmerland. Die vom Orchester eingestreuten Melodien zogen die Besucher mit und ließen genügend Raum, um die Fantasie spielen zu lassen.

Zur Eröffnung des Kinderkonzertes hatten die Bläserklassen 3 und 6/7 zusammen mit den „Großen“ der Musikkapelle ihren Auftritt. Unter dem Dirigat von Martina Rimmele spielten sie gemeinsam Melodien aus Filmen wie „Fluch der Karibik“. Nach dem Vortrag galt der überragende Applaus vorwiegend den Bläserklassen, bei dem auch die Mitglieder des Blasorchesters mitklatschten.

Instrumente raten

Versteckt hinter einem Vorhang spielten einige Musiker bekannte Melodien auf ihrem Instrument. Die Kinder sollten das Instrument erraten, von dem die Töne kommen. So war zum Beispiel von der Oboe eine Melodie aus den Harry-Potter-Filmen und vom Tenorhorn und Bariton eine bekannte Melodie von „Biene Maja“ zu hören. Nach dem Konzert konnten sich die Kinder über die Instrumente in einem Blasorchesters informieren und diese ausprobieren.

„Bei Kindern die Begeisterung für das Musizieren zu wecken“, sei dem MVU ein großes Anliegen. bemerkte der Moderator Reinhold Hörnle einen Tag später beim Frühjahrskonzert des MVU. Deshalb habe der Musikverein in Kooperation mit der Umlachtalschule Ummendorf vor einigen Jahren die Bläserklassen ins Leben gerufen.

fk201501
Die „Kleinen“ musizieren mit den „Großen“: Die Bläserklassen der Umlachtalschule Ummendorf spielten beim Kinderkonzert in der Ringschnaiter Dürnachhalle im Blasorchester des Musikvereins Ummendorf mit. (Foto: Josef Aßfalg)

„Et in terra pax“, Frieden auf Erden war das Thema des vorweihnachtlichen Kirchenkonzerts des Musikvereins Ummendorf, das am vergangenen Sonntag in der Kirche St. Johannes Evangelist in Ummendorf stattfand. Der Musikverein unter der Leitung von Martina Rimmele wurde dabei vom Männergesangverein Frohsinn mit seiner Dirigentin Mirjam Männer unterstützt. Eröffnet wurde das Gemeinschaftskonzert vom Bläserensemble des Musikvereins mit Canzon in echo à 12 von Giovanni Gabrieli, bei dem drei Gruppen à 4 Blechbläsern, in der ganzen Kirche verteilt, ihr Können in einem Frage- und Antwortspiel aus Signalen und schnellen Läufen unter Beweis stellten. Finlandia op. 26 von Jean Sibelius entführte die Zuhörer dann ins Finnland des späten 19. Jahrhunderts und dessen Unabhängigkeitsbewegung. Bert Appermont komponierte Celtic Child als Loblied an alle Kinder dieser Welt und vertonte die Ungerechtigkeit und das Leid, das Kindern in der ganzen Welt widerfährt. Mit einem fröhlich klingenden Thema am Ende des Stückes bringt Bert Appermont jedoch die Hoffnung auf mehr Gerechtigkeit in der Welt zum Ausdruck. Mit Hymn to the Fallen von John Williams, die Filmmusik zum Kinofilm „Der Soldat James Ryan“, versetzte der Musikverein die Zuschauer an die Gräber der Gefallenen des zweiten Weltkriegs bevor der Solist Michael Mohr am Euphonium mit beeindruckendem Feingefühl für sein Instrument Benedictus aus der Messe für den Frieden von Karl Jenkins interpretierte. Anschließend begleitete das Holzbläserensemble des Musikvereins den Männergesangverein zu der weltbekannten Melodie von Jesu bleibet meine Freude von Johann Sebastian Bach. Den thematischen Abschluss des Kirchenkonzerts bildete Heal the World von Michael Jackson. Mit der Winterrose von Kurt Gäble, einem Medley bekannter Weihnachtslieder, stimmten die Musiker und Sänger die Zuhörer auf eine besinnliche und friedliche Weihnachtszeit ein.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Herrn Pfarrer Sauter für die Bereitstellung der Kirche und seine tatkräftige Unterstützung.

Kirchenkonzert Dez2014-091