Jugend-Blasorchester Ochsenhausen-Ummendorf

Bei schönstem Wetter war das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf auch dieses Jahr wieder beim Zeltwochenende in Awengen. Bei vielen witzigen Spielen, die Betreuer Christopher Lang organisiert hatte, lernten die jungen Musiker sich kennen und hatten gemeinsam viel Spaß. Nachdem sich die Jugendlichen bei sensationellen Wasserspielen, Parcours und Schubkarrenrennen verausgabten, wurde dann abends zusammen Feuer gemacht, gegrillt und gegessen. Richtig gemütlich wurde es natürlich bei Stockbrot und beim Singen mit der Gitarre am Lagerfeuer.

Eine kurze Nacht, ein Mitternachts-Geburtstagsständchen für Kathrin Janke, ein gemeinsames Frühstück und dann mussten die Kinder auch schon bald ihre Zelte wieder abbrechen. Alles war perfekt.

Schön, was unsere Jugendlichen gemeinsam alles schaffen und bewegen. Vielen Dank an die vielen Helfer - nächstes Jahr gerne wieder!

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Ummendorf / sz Die Ummendorfer Musiker beherrschen nicht nur ihre Instrumente, sie können auch mit Schlagbohrmaschine, Säge und Wasserwaage umgehen. Diese Fähigkeiten sind zurzeit gefragt: Der Musikverein Ummendorf baut für das Blasorchester und die Ausbildung des Nachwuchses neue Proberäume aus. Ein gewaltiges Unterfangen, das viel Einsatz verlangt und eine Menge Geld kostet.

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Für die Verantwortlichen war es dennoch keine Frage, dass sie die Gelegenheit ergreifen, die sich durch den Neubau der Mehrzweckhalle in Ummendorf ergibt. Denn über die bisherige Situation im Keller der Schule sagte der Moderator Reinhold Hörnle beim Frühjahrskonzert: „Stellen Sie sich vor, Sie stehen mehrere Stunden in der Woche neben einem Presslufthammer – ohne Gehörschutz.

Schlechte Akustik

Das sind Dezibel-Bereiche, die in unserem derzeitigen Proberaum durch schlechte akustische Bedingungen während einer Probe üblich sind.“ Hinzu kommt, dass der Umfang des Übungsbetriebs zugenommen hat. Außer dem Blasorchester und den vereinseigenen Nachwuchsgruppen erhalten jede Woche rund 50 Kinder und Jugendliche Instrumentalunterricht. Nach Gesprächen mit dem damaligen Vorsitzenden Josef Kuhn bezog die Gemeinde den Wunsch des Musikvereins in ihre Planungen ein und lässt die neuen Proberäume in der Halle bis zum Stadium des „veredelten Rohbaus“ erstellen, wie Bürgermeister Klaus Bernd Reichert zu sagen pflegt. Den Ausbau übernehmen die Musiker selber. Schon in der Planungsphase war der Sachverstand der vereinsangehörigen Baufachleute gefragt: Außer der Lage des Probelokals spielte für die Musiker in den unzähligen Sitzungen mit Ingenieuren und Architekten der Aspekt der Akustik eine „ganz wesentliche“ Rolle. Und seit März, seitdem der Rohbau der Halle steht, heißt es Anpacken: Alois Lerner, Anton Mayer, Simon Rothenhäusler, Klaus Lang und Andreas Lerner planen jeweils ein eigenes Gewerk, bestellen die nötigen Materialien und koordinieren die Arbeitseinsätze der Vereinsmitglieder.

In Abstimmung mit den Profis, die die gesamte Halle bauen, kommen die Musiker manchmal abends unter der Woche und an unzähligen Samstagen, um Fliesen und Fußbodenbeläge zu legen, die Deckenverkleidung anzubringen und Schalldämmelemente herzustellen. Die einen greifen zum Malerpinsel, die anderen zum Besen, wieder andere verputzen oder legen bei den Sanitär- und Elektroinstallationen Hand an. Alle 70 Aktiven des Blasorchesters machen mit, auch die Frauen und viele, die keine Heimwerker sind. Darauf legt der Vereinsvorsitzende Herbert Lang Wert: „Ich sage zu meinen Baufachleuten, bitte schaut drauf, dass alle die Gelegenheit haben mitzumachen.“ Die Planungen sehen mehrere Tausend Stunden an Eigenleistungen vor – im Gegenwert von 120000 Euro.

Doch damit ist es nicht getan. So betragen die Materialkosten etwa 140000 Euro. Die Vereinsmitglieder tragen selber zur Finanzierung bei: Mit dem Bauvorhabens beschloss die Mitgliederversammlung zugleich einen Mitgliedsbeitrag, den es vorher nicht gab. Trotzdem musste der Verein einen Kredit über 70000 Euro aufnehmen. „Spenden helfen uns, diesen Kreditbetrag zu reduzieren“, sagt der Vorsitzende Herbert Lang. Die Mitglieder trügen schon eine Doppelbelastung: „Sie zahlen nicht wenig und haben die Arbeitsbelastung.“ Darum sind die Musiker über Unterstützung froh. Sie haben schon etwas gesammelt, darunter eine ganz außergewöhnliche Einzelspende von Renate Neudeck. „Aber wir sind noch lange nicht am Ende“, sagt Herbert Lang.

Angetrieben werden die Musiker durch das Anliegen, junge Menschen für Musik zu begeistern, und einen großen Teamgeist. Schließlich wirken im Musikverein 14-Jährige und 74-Jährige zusammen, müssen sich in Lautstärke und Tempo abstimmen und immer den gemeinsamen Ton treffen.

Wer spenden möchte kann Geld auf dieses Spendenkonto überweisen: IBAN: DE97 6546 1878 0060 4470 36 bei der Raiffeisenbank Riss-Umlach eG (BIC: GENODES1WAR). Auf Wunsch werden Spendenquittungen ausgestellt. Ab Spendebeträgen von 500 Euro werden die Geldgeber namentlich auf der Spendenwand im Probelokal verewigt.

Kuriose Kunden, gewitzte Händler und erfahrene Trödler treffen aufeinander

Ummendorf / joe Ganz Ummendorf war am Samstag im Flohmarktfieber. Neben dem großen Flohmarkt des Musikvereins, der mit mehr als 150 Ständen jeden Winkel des Bräuhaus-Geländes besetzte, nutzten auch andere die Laufkundschaft und bauten ihren Trödel in Gassen und unter Vordächern auf oder veranstalteten einen Hausflohmarkt.

Um 4.30 Uhr haben die Ummendorferinnen Vilja Steib und Claudia Buch ihre Kinderkleider und Spielsachen unter freiem Himmel aufgebaut und hatten schon zu dieser frühen Stunde Kundschaft, die mit Taschenlampen bewaffnet fragten: „Darf i gucka?“

Gleich neben dran haben Luca Sörgel und sein Papa Roland einen Stand mit jeder Menge Playmobil. Das erste Schiff habe schon für 30 Euro einen neuen Besitzer gefunden, erzählt Vater Sörgel: „Wir machen faire Preise und das Geld bekommt Luca, schließlich hat er die Sachen einmal geschenkt bekommen.“ Luca spart auf einen Laptop. Rosi Leichtle und Robert Mayer aus Walpertshofen haben sich für ein Plätzchen im Zelt entschieden. „Hier drin ist es praktisch, man kann vorher anliefern und ist vom Wetter unabhängig“, sagen die erfahrenen Trödler.

Ola Poppmann ist die Handtasche, die er für seine Schwester ausgesucht hat, mit sieben Euro viel zu teuer. Weil feilschen zum Flohmarkt dazugehört, handelt er das gute Stück in Windeseile auf drei Euro runter.

Johannes Lang, Marktleiter und Pressewart des Musikvereins ist begeistert, dass es so gut läuft. Der Erlös aus den Standgebühren hilft, den Ausbau der Probenräume in der neuen Mehrzweckhalle zu finanzieren.

Bilder finden Sie hier

Das Jugendblasorchester Ochsenhausen- Ummendorf und das Blasorchester Ummendorf überzeugen

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Xenia Grieser sang sich bei "Gabriellas Song" mit dem Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf in die Herzen der Zuhörer. (Foto: Josef Aßfalg)

Ringschnait/Ummendorf sz Der Musikverein Ummendorf hat in der Dürnachhalle in Ringschnait einen hervorragenden Konzertabend geboten. Akteure waren das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf und das Blasorchester Ummendorf.

Mit den Stücken „La Storia“ (Jacob de Haan) und dem Medley „Adele in Concert“ (Arrangement Michael Brown) gab die Jugendkapelle einen fulminanten Auftakt. Dazwischen fesselte die 15-Jährige Xenia Grieser bei „Gabriellas Song“ (Arrangement Kurt Gäble) aus dem Film „Wie im Himmel“ das Publikum mit schöner Stimme. Das Orchester mit 45 Buben und Mädchen, unter dem Dirigat des mit viel Körpereinsatz agierenden Dimitri Frenkel, musizierte mit guter Dynamik, sauber in Melodie und Rhythmus. Die Stücke wurden von Marla Münch, Luisa Bender und Selina Emser angesagt. Nach lang anhaltendem Beifall gaben sie „Happy“ als Zugabe.

Trompetenklänge schaffen Atmosphäre des Hochgefühls

Und dann die „Großen“: Martina Rimmele hatte „Fanfare and Theme“ von John Williams als ideales Eröffnungsstück gewählt, die dramatischen Trompetenklänge schafften eine Atmosphäre des Hochgefühls. Unter ihrer Stabführung stellten die 68 Damen und Herren des Blasorchesters dann in „Terra Vulcania“ (Otto M. Schwarz) die Entstehung und Gegenwart des steirischen Vulkanlandes dar. Nach den Teilen „March“ und „Song of the Blacksmith“ aus der „Second Suite in F“ von Gustav Holst folgte „Dialog der Generationen“ (Kurt Gäble) und „Team Spirit“ (Roland Kreid).

Den Schlusspunkt des grandiosen und bewegenden Konzerts bildete „In the Stones“ von der erfolgreichen Funkformation „Earth, Wind and Fire“. Nach lang anhaltendem Applaus formierten sich die rund 110 Musiker von Jugendkapelle und Blasorchester mit den Titeln „Highland Cathedral“ und dem „Ruez-Marsch“ zur Zugabe auf der Bühne. Vorstand Herbert Lang hatte am Schluss lobende Worte für die Dirigentin, die die Kapelle seit zehn Jahren leitet.

Das Blasorchester Ummendorf mit der diplomierten Dirigentin Martina Rimmele gehört zweifellos zu den renommierten Ensembles im Landkreis. Die Kooperation mit den Bläserklassen der Umlachtalschule ist eine Stütze für den Musikernachwuchs des Vereins angesichts des demografischen Wandels.

Verein baut für seine Zukunft

„Wir bauen für unsere Zukunft“, stand auf dem Flyer des Konzertprogramms. Im Zuge des Neubaus einer Mehrzweckhalle in Ummendorf werden für den Musikverein neue Proberäume eingebaut. Mit den Musiktiteln thematisierte Moderator Reinhold Hörnle das Bauvorhaben. Hörnle interpretierte zum Beispiel die Komposition „Team Spirit“ mit der gemeinsamen Arbeit im Orchester und auf dem Bau. Eine alternative Auslegung von „Team“ sei „Toll, ein anderer macht’s“, so Reinhold Hörnle scherzhaft.

Erhebliche Eigenleistungen

Hörnle, der am Konzertabend als genialer Moderator auftrat, sagte, dass der Innenausbau für den Musikverein rund 260000 Euro koste, davon seien 140000 Euro Materialkosten. Die Musiker erbringen Eigenleistungen im Wert von 120000 Euro. Abzüglich des Eigenkapitals habe der Verein einen Kredit über 70000 Euro aufgenommen, sagte Hörnle. Auf einer großen Leinwand konnte man Bilder von den bisherigen Bauarbeiten sehen. Als vereinsinterne Baufachleute für verschiedene Gewerke wurden Alois Lerner, Simon Rothenhäußler, Anton Mayer, Andreas Lerner und Klaus Lang vorgestellt.

Ummendorfer Blasorchester gibt Frühjahrskonzert

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Der Vorsitzende Herbert Lang (von links) ehrte Ellen Mohr, Christel Fritzenschaft, Isabell Buohler, Georg Jäckle, Albert Moll und Jürgen Braun. (Foto: Josef Aßfalg)

Ringschnait/Ummendorf aß Beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Ummendorf in der Dürnachhalle in Ringschnait hat der Vereinsvorsitzende Herbert Lang im Auftrag des Blasmusikverbands Baden-Württemberg verdiente Mitglieder geehrt.

Für 40-jähriges Musizieren wurden zwei Musiker ausgezeichnet. Georg Jäckle habe 1975 zum ersten Mal in ein Horn geblasen, sagte Lang humorvoll. Jäckle sei auch bei allen denkbaren handwerklichen Tätigkeiten gefragt. „Was du anpackst, hat Hand und Fuß.“ Ebenfalls seit 40 Jahren ist Albert Moll dabei. Von 1990 an war Moll acht Jahre organisatorischer Jugendleiter und habe sich für die Jugendausbildung eingesetzt. Daneben war er acht Jahre im Ausschuss und zwei Jahre als Festwirt tätig. Jäckle und Moll erhielten die Ehrennadel in Gold mit Diamant und Ehrenbrief.

Für 30-jährige Blasmusiktätigkeit erhielt Christel Fritzenschaft die Ehrennadel in Gold. Sie war zudem zwei Jahre Kassenprüferin.

Für 20-jähriges Musizieren erhielten Ellen Mohr und Isabell Buohler die Ehrennadel in Silber. Ellen Mohr sei zusätzlich als Vergnügungswartin, Beisitzerin im Ausschuss und vier Jahre als Jugendreferentin engagiert gewesen. Isabell Buohler war in der Fest-GbR des Musikvereins tätig und eine große Stütze bei der Organisation von Veranstaltungen.

Die Fördermedaille in Bronze erhielt Jürgen Braun: Er war seit 2004 Kassierer und ist heute Kassenwart des Fördervereins. Zudem war Braun von 2002 acht Jahre lang Dirigentenstellvertreter und vier Jahre Ausschussmitglied.