Am vergangenen Wochenende fand das alljährliche Kreismusikfest des Blasmusikkreisverbands Biberach in Reinstetten statt. Unter dem Motto „Mit Herz dabei“ kamen mehrere Tausend Musikerinnen und Musiker der verschiedensten Musikvereine der Region zusammen, um unter ihresgleichen ihrer Freude an der Musik und dem gemeinsamen Musizieren Ausdruck zu verleihen. Über das gesamte Wochenende fanden dabei die heiß ersehnten Wertungsspiele für Konzertmusik statt, bei denen die Blasorchester ihr einstudiertes Programm einer Fachjury vortragen und von dieser in der jeweiligen Kategorie bewertet werden. Auch das Blasorchester des Musikvereins Ummendorf nahm an diesem Wertungsspiel in der Kategorie 5, Höchststufe, teil. Nach der langen und für alle sehr anstrengenden Bauphase der neuen Proberäume hat Dirigentin Martina Rimmele in monatelanger und sehr intensiver Probenarbeit zusammen mit den MusikerInnen ein sehr anspruchsvolles und musikalisch sehr abwechslungsreiches Programm einstudiert. Das Wertungsspiel am Samstag eröffnete das Blasorchester mit der „Festival Fanfare“ von Franco Cesarini mit fanfarenartigen Klängen des Trompetenregisters. Danach folgten die beiden gewerteten Werke „Elegy I“ von Jacob de Haan in dem das Blasorchester gekonnt die verschiedenen Ausdrucksweisen der Eifersucht vertonte: Enttäuschung, Trauer, Wut und Bedauern. Außerdem „Vesuvius“ von Frank Ticheli, ein monumentales Werk, das die letzten Stunden der Stadt Pompeji vor dem gewaltigen Ausbruch des Vulkans musikalisch erzählt. In hervorragender Art und Weise gelang es den 70 MusikerInnen, die Geschichten, die Eindrücke und die Atmosphäre in den beiden Vortragsstücken musikalisch zu transportieren. Sichtlich mitgerissen und beeindruckt von der Tonqualität sowie der technischen Versiertheit aller Mitglieder, erntete das Blasorchester viel Beifall und Jubelrufe aus dem gut gefüllten Publikumssaal in der Kapfhalle in Ochsenhausen.

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Am darauffolgenden Sonntag machten sich die MusikerInnen dann auf den Weg nach Reinstetten, wo sie mit vielen Tausend anderen Musikkameraden gemeinsam auf dem Sportplatz den berühmten Gesamtchor des Kreismusikfestes zelebrierten. Anschließend marschierten alle gekommenen Blasorchester nacheinander zum Festzelt auf dem Festgelände und alle warteten, feierten und vergnügten sich dort bis zur Bekanntgabe der Wertungsspielergebnisse. Die Darbietung des Blasorchesters schien der Jury am Vortag so gut gefallen zu haben, dass der Musikverein Ummendorf in der Höchststufe mit dem Prädikat „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ und 93,3 von 100 möglichen Punkten ausgezeichnet wurde. Dieser großartige Erfolg spiegelt nicht nur das hohe musikalische Niveau des Orchesters, sondern auch die hervorragende und leidenschaftliche Probenarbeit mit und durch Dirigentin Martina Rimmele wider. Nach der Bekanntgabe feierten die angereisten MusikerInnen noch eine Weile weiter, bevor man sich voller Freude auf den Heimweg nach Ummendorf machte. Wie es Tradition ist und gesäumt von interessierten und begeisterten Bewohnern, marschierten sie dann von der Ortsmitte zum neu gebauten Probelokal, legten eine Ehrenrunde um den Kreisverkehr ein und feierten dann noch bis in den späten Abend hinein dieses sensationelle Wochenende. Für jeden war nun klar, was das Motto des Kreismusikfestes bedeutet, nämlich mit Herz bei der Musik und dem gemeinsamen Musizieren zu sein. Von der Leistung des Musikvereins beeindruckt, kam auch Herr Bürgermeister Reichert, welcher seiner Freude jubelnd mit einer kurzen Ansprache Ausdruck verlieh. Dafür und für die Unterstützung der Gemeinde Ummendorf bedanken wir uns sehr herzlich. Ebenfalls eine große Ehre war es, dass auch der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger sich Zeit nahm, um mit uns diesen Erfolg zu feiern. Denn wir alle sind „...mit Herz dabei“.

Ummendorfer zeichnen verdiente Vereinsmitglieder aus

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Der Musikverein Ummendorf hat langjährige Mitglieder geehrt. (Foto: Gerhard Rundel )

Ummendorf / geru Karl Rothenhäusler ist beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Ummendorf mit der Ehrennadel in Gold für 50 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet worden. Zudem erhielt er von Herbert Lang, Vorsitzender des Musikvereins Ummendorf, den Ehrenbrief des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.

„Karl Rothenhäusler hat sich überdurchschnittlich für den Musikverein Ummendorf eingesetzt“ berichtete Herbert Lang. „Er war acht Jahre Sachverwalter, 14 Jahre Festwirt und 26 Jahre im Vereinsausschuss tätig. Sein Herz gehört der Blasmusik – sie ist ein wichtiger Bestandteil seines Lebens.“

Claudia Schmid zeichnete Herbert Lang für zehn Jahre Arbeit im Vorstand mit der Förderermedaille in Bronze aus.

Anette König und Reinhold Hörnle bekamen die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre aktives Musizieren, Bianca Schach die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre. Für 20 Jahre aktives Musizieren erhielten Simone Rolser, Stefanie Schröder, Alexander Hepp, Simon Rothenhäusler, Matthäus Ströbele und der stellvertretende Vorsitzende Christoph Mohr die Ehrennadel in Silber.

Das Höchststufenorchester gibt das letzte Frühjahrskonzert unter der Dirigentin Martina Rimmele

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Der Musikverein Ummendorf spielte bei seinem Frühjahrskonzert auch zwei Stücke, mit denen er am kommenden Samstag in der Höchststufe beim Wertungsspiel des Kreismusikfests antritt. (Foto: gerhard runddel)

Ummendorf / sz Ein hervorragendes Konzert haben das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf und der örtliche Musikverein (MV) am Samstagabend in der neuen Gemeindehalle Ummendorf gegeben. Dirigentin Martina Rimmele, die im Sommer den Musikverein Ummendorf verlässt, gab dabei ihr letztes Frühjahrskonzert mit den Ummendorfer Musikern.

Auf Reisen mit dem Schiffsdoktor Gulliver ging das Jugendblasorchester in dem viersätzigen Werk „Gulliver’s Travels“. Die rund 300 Besucher wurden zu den Liliputanern, ins Land der Brobdingnag und auf die schwebende Insel Laputa geführt. Nach einem gefälligen, leicht wirkenden Solo von Piccolo und kleiner Trommel am Beginn des ersten Satzes (Liliput) steigerte sich die Musik zu einem prächtigen Finale im letzten Satz (Land of The Horses). Gekonnt präsentierten die jungen Musiker um Dimitri Frenkel das Konzertwerk „The Witch And The Saint“. Der Hintergrund dieser musikalischen Geschichte von Steven Reineke ist die Hexenverfolgung im Mittelalter um 1588. Mit diesem Stück erspielten die jungen Musiker beim Kreisjugendtag im März die Note „Mit hervorragendem Erfolg“. Mit Bravour meisterten die Jugendlichen die beiden Stücke der Kategorie Mittel- bis Oberstufe. Marina Fink führte charmant und redegewandt durchs Programm.

Mit wunderbarem Klang begannen die Musiker des Höchststufen-Blasorchesters aus Ummendorf mit der „Festival Fanfare“ den zweiten Teil. Festliche, fanfarenartige Trompeten leiteten dieses klassische Eröffnungswerk ein, das in einem melodiös fließenden Trio-Thema endete. Schon nach ein paar Takten wurde die gute klangliche, rhythmische und technische Qualität des Orchesters deutlich.

Dramatik pur war aus Frank Tichelis Konzertwerk „Vesuvius“ herauszuhören. Der Ausbruch des Vulkans Vesuv zerstörte 79 nach Christus die Städte Pompeji und Heraclaneum. Die Anspannung vor der Katastrophe bestimmt die musikalischen Themen. Treibende Rhythmen und komplexe Wechsel zwischen Dur und Moll vermitteln die Stimmung, die immer wieder jäh unterbrochen wurde. Im Finale dann die Steigerung zu einer extremen Erregung und die gewaltigen Explosionen des Vulkans.

Bei „Elegy I“ intonierten die Musiker die Geschichte eines betrogenen Ehemanns. Mehrfach wurde das Musikstück durch erläuternde Erzählungen von Reinhold Hörnle unterbrochen. Mystische Klangbilder und viele solistische Phrasen einzelner Musiker brachten Abwechslung in die schwer anmutende Musik. In der Komposition wurden musikalisch Emotionen wie Eifersucht, Enttäuschung, Trauer und Bedauern bis hin zur Wut ausgedrückt. Aus feinfühligem Klang im Piano führte die Dirigentin ihre Musiker vielfach explosionsartig zu aufregenden Forte-Passagen. Mit diesen beiden Stücken wird der MV Ummendorf am Samstag am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Reinstetten in der Höchststufe antreten.

Lateinamerikanische und afrikanische Tanzthemen sowie fröhliche und aufgeregte Trompetenklänge mit viel Schlagzeug bot das Orchester bei der „Jungle Fantasy“. Im Big-Band-Stil, gepaart mit vielen Effekten und Geräuschen, wurde eine authentische Urwald-Atmosphäre heraufbeschwört. Fast alle Instrumentengruppen konnten bei „Last Call“ in solistischen Passagen ihr Können zeigen. Mit der frenetisch geforderten Zugabe, dem „Florentiner Marsch“, endete ein Auftritt enormer Qualität. Das klangvoll aufspielende Orchester beeindruckte durch gute Intonation, ausgeprägte Dynamik, rhythmische Genauigkeit und brillante Technik.

Scheidende Dirigentin zufrieden

Zufrieden war auch Dirigentin Martina Rimmele, die ihren Musikern immer wieder Beifall zollte. Der Vorsitzende Herbert Lang sagte: „Musik soll berühren, zum Nachdenken anregen und die Zuhörer mitnehmen.“ Mit Wehmut bedankte sich Lang bei der im Sommer scheidenden Dirigentin Martina Rimmele.

Tags zuvor hatte an gleicher Stelle ein wunderbares Kinderkonzert mit dem MV und Bläserklassen der Umlachtalschule stattgefunden, berichtete Lang. Außerdem begleitete der MV die von Martina Rimmele erzählte Geschichte „Der Zauberer von Oz“ mit Bildern und Musik. Ein Bericht über die Ehrungen folgt.

Am vergangenen Wochenende fand in Langenenslingen der diesjährige Kreisjugendmusiktag statt. An diesem besonderen musikalischen Wochenende kamen viele junge engagierte und talentierte Musikerinnen und Musiker aus dem Kreis Biberach zusammen, um vor einer renommierten Fachjury ihr Können unter Beweis zu stellen.
Mit über 55 Mitgliedern hat auch das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf an diesem Ereignis teilgenommen und war dabei das größte Orchester des Wettbewerbs. In monatelanger intensiver Probenarbeit ist es den Dirigenten Thomas Wolf und Dimitri Frenkel gelungen, dieses große Orchester in einen hervorragend harmonierenden Klangkörper zu verwandeln. Hoch motiviert präsentierten die jungen Musikerinnen und Musiker als erstes Musikstück „Where the river flows“ von James Swearingen, eine Suite in drei Sätzen. Erzählt wird die Geschichte eines weißen Jungen, der 1771 von Shawnee Indianern adoptiert wurde und zu einem großer Krieger heranwuchs. Sein Mut und seine Entschlossenheit waren und sind beispielgebend für viele amerikanische Ureinwohner.
Im zweiten Vortragsstück „The Witch and the Saint“ beschreibt Komponist Steven Reineke zum einen die Hexenverfolgungen und als Gegensatz dazu das Klosterleben im Mittelalter. Besonders eindrucksvolle, aufwühlende aber auch anrührende Melodiebögen charakterisieren dieses Werk.

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Die konzentrierte und fokussierte Probenarbeit der teilweise noch sehr jungen Musikerinnen und Musiker hat sich sehr gelohnt, denn das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf erreichte die Benotung „mit hervorragendem Erfolg“.
Neben den Dirigenten haben aber auch die Eltern der Musiker zu diesem Erfolg beigetragen, denn ohne deren Unterstützung wäre eine solch intensive Ausbildungs- und Probenarbeit nicht möglich. Ein großer Dank gilt nicht zuletzt den Jugendleitern Claudia Schmid, Kathrin Maucher und Christopher Lang für die Organisation und ihren Einsatz für die erfolgreiche Jugendarbeit im Musikverein Ummendorf und der Stadtkapelle Ochsenhausen.

Am vergangenen Wochenende fand in Heidenheim der Landeswettbewerb des bekannten Musikwettbewerbs „Jugend Musiziert“ statt. Dieser Wettbewerb bietet jungen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, ihr Können vor einer Fachjury unter Beweis zu stellen und andere hochmotivierte JungmusikerInnen aus anderen Orchestern kennen zu lernen und sich auszutauschen. Alle verbindet dabei die Leidenschaft für die Musik und das gemeinsame Musizieren. Aus den Reihen des Blasorchesters des Musikvereins Ummendorf nahm ein junges Blechbläserquartett nach erfolgreicher Teilnahme am Regionalwettbewerb diese Chance wahr und bereitete sich in monatelanger intensiver Probenarbeit mit ihrem Instrumentallehrer auf diesen Wettbewerb vor. Laura Rothenhäusler an der Posaune, Johanna Blessing und Lukas Traub am Euphonium und Sven Vinzelberg an der Tuba haben dafür ein sehr anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm einstudiert. Dieses reicht von klassischen, von der Rennaissance und dem Mittelalter inspirierten Tanz-Melodien der „Susato Suite“ von Tielman Susato, über moderne, poppige Rhythmen bei „Brass Tacks“ von Lennie Niehaus bis hin zur weltbekannten Melodie „The Pink Panther“ von Henry Mancini. Die vier konnten die Fachjury und die zahlreich gekommenen Zuhörer von sich und ihrem Können überzeugen und erhielten 23 von 25 möglichen Punkten, damit einen 1. Preis und eine Weiterleitung zum Bundeswettbewerb in Paderborn Anfang Juni.

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Der Musikverein Ummendorf beglückwünscht die vier talentierten Nachwuchsmusiker zu diesem hervorragenden Ergebnis und wünscht ihnen eine erfolgreiche Vorbereitung auf den Bundeswettbewerb, dass sie ihre Leidenschaft für die Musik behalten und vor allem viel Freude am gemeinsamen Musizieren haben.