Mehr als 60 Aussteller, prachtvolles Wetter und ein erstauntes und kauffreudiges Publikum haben den Ummendorfer Rosenmarkt zu einem blühenden Erfolg gemacht. Den Rahmen zum duftenden Blütenprogramm bildeten das stilvolle Ambiente des Schlossgartens und unterhaltsame Bläserensembles. Im Mittelpunkt aber standen naturgemäß die Königinnen der Blumen: Wildrosen und Kulturrosen.
Kletterrosen und Beetrosen, Stoffrosen am Stiel und Keramikrosen im Moosbettchen wetteiferten in ihrer Schönheit und das Schild „Duftrosen“ war der Fingerzeig für ein weiteres Sinneserlebnis. Thomas Dobler aus Scheinhausen fügte seinen Rosenpavillion bereits am Vortag zusammen, die Schussenriederin Elisabeth Straub war jedoch seit halb Fünf auf den Beinen. „Um viertel Sechs war Abfahrt und dann haben wir zwei Stunden lang aufgebaut“, erzählt sie. Die Besucher danken es ihr und den anderen Ausstellern mit interessierten Fragen, viel Lob und Anerkennung.
Die einen haben Fotos von der Insel Mainau dabei und wissen ganz genau, was sie wollen – die Unentschlossenen brauchten Hilfe. „Was soll es für eine Farbe sein?“ fragte der Händler zuerst und versicherte: „Die riecht man am anderen Ende des Gartens noch!“
Barbara Tschoepe aus Markdorf saß ein wenig abseits vom Trubel und war ganz versunken in ihre bezaubernde Arbeit. „Das Kränzlebinden wurde mir in die Wiege gelegt“, erzählt sie schmunzelnd. „Ich bin in einer Gärtnerei aufgewachsen und mache es immer noch gern – obwohl es in den Achtzigern als spießig galt.“
Korb nach kurzer Zeit gefüllt
Auch Sabine Batzill aus Hochdorf hatte ihren Korb bereits nach kurzer Zeit gefüllt und war voll des Lobes über die Auswahl. Sie zeigt fröhlich auf winzige Blüten, nicht mal einen Zentimeter groß. „Ich hab ein Rosengärtle mit einem weißen Bänkle und da fehlt genau so was“, erzählt sie. Ihr Konzept ist die unkomplizierte Frische. „Ich mach da nicht lang rum, ich mach ein Loch, drück das Rösle rein und dann dürfen die alle wachsen, wie sie wollen. Ich mag es gern natürlich und ein bissle wild.“
Selbstverständlich gab es auch jene Rosenfreunde, die sich um den Ph-Wert des Bodens und den Standort sorgten und aufmerksam die Pflanzanleitungen lasen. Gefragt nach dem Kriterium für ihre Auswahl, antworteten jedoch viele so wie eine Besucherin, mit den Worten: „Weil sie so arg schön ist und haargenau in unseren Garten passt!“
Und wer gar kein Gärtlein hat? Der hatte die Wahl der Qual zwischen Rosenwein und Rosenkissen, Rosenquarz und Rosenöl, Rosenwein und Rosenkuscheldecken und kann in Rosengummistiefeln spazieren gehen.

rosenmarkt2018
Die Hochdorferinnen Ulrike Embrinati und Sabine Batzill fühlten sich inmitten der Rosenpracht sichtlich wohl (Foto: Angela Körner-Armbruster)