Ummendorfer Schlossgarten bietet idyllische Kulisse für Rosenmarkt

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Rosen, Stauden und Dekoratives für den Garten gab es beim Ummendorfer Rosenmarkt (Foto: Aylin Duran)

Ummendorf / sz Der Rosenmarkt hat zahlreiche Besucher in den Ummendorfer Schlossgarten gelockt. Dort konnten Gartenliebhaber Rosen sowie die Kreationen von mehr als 60 Floristen, Kunsthandwerkern und Designern bewundern.

Die Königin der Blumen spielte am Wochenende die Hauptrolle im Ummendorfer Schlossgarten: In voller Blüte zierten zahlreiche Rosenstöcke und kunstvolle Arrangements den Garten. Nicht nur für Blumenliebhaber ein Paradies: Der Markt bot die ideale Gelegenheit, um die traumhafte Kulisse des Schlosses beim gemütlichen Bummeln zu genießen. Denn neben zahlreichen Gestecken und verschiedenfarbigen Rosenpflanzen konnten die Besucher auch Handwerkskunst wie Schmuck, erstehen. Die Aussichten auf einen unbekümmerten Nachmittag auf dem Rosenmarkt lockten denn auch zahlreiche Besucher nach Ummendorf. „Schade wäre es ja auch gewesen, die Gelegenheit auf einen Besuch des Marktes ungenutzt verstreichen zu lassen“, sagte ein Ehepaar, welches durch den Garten schlenderte. In Ummendorf waren sie bereits öfter. Jedes Jahr besuchten sie den Rosenmarkt dort, erzählten die beiden. Die Floristen, Kunsthandwerker und Designer hatten auch keine Mühen gescheut. Mit jeder Menge an Pflanzen und Dekorationsmaterialien für Haus und Garten boten sie an, was das Gärtnerherz begehrte: Darüber hinaus konnten die Besucher auch Taschen, Portemonnaies, Hüte und Porzellantierchen erstehen.

Neben klassischen Rosen, gab es auch ausreichend Platz für einfallsreiche Erfindungen – Erfindungen wie den „Laubsammler“, den Alois Hierlemann entwickelt hat, um Hobbygärtnern das Leben zu erleichtern und durch das Laubsammeln im Stehen lästige Rückenschmerzen vorzubeugen.

Während die Erwachsenen die schönen Arrangements, den süßen Blumenduft und die idyllische Umgebung entlang genossen, konnten die Kinder sich die Zeit auf der Hüpfburg vertreiben. Wen das Bummeln und Bestaunen hungrig gemacht hatte, der war mit der Bewirtung durch den Musikverein Ummendorf bestens bedient. So folgten auf das warme Mittagessen die vom Frauenkreis Ummendorf zubereitete Bowle, dazu gab es Kuchenspezialitäten, die sich die Besucher ebenfalls schmecken ließen.

Am vergangenen Pfingstwochenende fand in Paderborn der Bundeswettbewerb des renommierten Musikwettbewerbs „Jugend Musiziert“ statt. Die besten jungen Musikerinnen und Musiker Deutschlands kamen dort zusammen, um ihr einstudiertes Programm einer Fachjury vorzutragen. Ein junges Blechbläserquartett des Musikvereins Ummendorf durfte ebenfalls an diesem Wettbewerb teilnehmen. Bereits vor über einem halben Jahr wählten Laura Rothenhäusler (Posaune), Johanna Blessing und Lukas Traub (Euphonium) sowie Sven Vinzelberg (Tuba) zusammen mit ihrem Instrumentallehrer Klaus Natterer passende und anspruchsvolle Quartett-Literatur aus. Nach intensiver Probenarbeit und bereits erfolgreicher Teilnahme mit 1. Preisen am Regional- sowie Landeswettbewerb reisten die vier voller Vorfreude nach Paderborn und beeindruckten die Jury mit klassischen, von der Rennaissance und dem Mittelalter inspirierten Tanz-Melodien der „Susato Suite“ von Tielman Susato. Auch moderne, poppige Rhythmen bei „Brass Tacks“ von Lennie Niehaus und die weltbekannte Melodie „The Pink Panther“ von Henry Mancini hatten sie vorbereitet. Nach der Bekanntgabe der Ergebnisse war klar, dass sich die monatelange, anstrengende Vorbereitung gelohnt hatte, denn das Blechbläserquartett erreichte 23 von 25 möglichen Punkten und damit einen großartigen 2. Preis.
Der Musikverein beglückwünscht die vier zu ihrem sensationellen Ergebnis auf einem solch hohen musikalischen Niveau. Die Teilnahme an diesem Wettbewerb und ihr Erfolg zeigt die Freude und Leidenschaft der vier für die Musik und das gemeinsame Musizieren.

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Am vergangenen Wochenende fand das alljährliche Kreismusikfest des Blasmusikkreisverbands Biberach in Reinstetten statt. Unter dem Motto „Mit Herz dabei“ kamen mehrere Tausend Musikerinnen und Musiker der verschiedensten Musikvereine der Region zusammen, um unter ihresgleichen ihrer Freude an der Musik und dem gemeinsamen Musizieren Ausdruck zu verleihen. Über das gesamte Wochenende fanden dabei die heiß ersehnten Wertungsspiele für Konzertmusik statt, bei denen die Blasorchester ihr einstudiertes Programm einer Fachjury vortragen und von dieser in der jeweiligen Kategorie bewertet werden. Auch das Blasorchester des Musikvereins Ummendorf nahm an diesem Wertungsspiel in der Kategorie 5, Höchststufe, teil. Nach der langen und für alle sehr anstrengenden Bauphase der neuen Proberäume hat Dirigentin Martina Rimmele in monatelanger und sehr intensiver Probenarbeit zusammen mit den MusikerInnen ein sehr anspruchsvolles und musikalisch sehr abwechslungsreiches Programm einstudiert. Das Wertungsspiel am Samstag eröffnete das Blasorchester mit der „Festival Fanfare“ von Franco Cesarini mit fanfarenartigen Klängen des Trompetenregisters. Danach folgten die beiden gewerteten Werke „Elegy I“ von Jacob de Haan in dem das Blasorchester gekonnt die verschiedenen Ausdrucksweisen der Eifersucht vertonte: Enttäuschung, Trauer, Wut und Bedauern. Außerdem „Vesuvius“ von Frank Ticheli, ein monumentales Werk, das die letzten Stunden der Stadt Pompeji vor dem gewaltigen Ausbruch des Vulkans musikalisch erzählt. In hervorragender Art und Weise gelang es den 70 MusikerInnen, die Geschichten, die Eindrücke und die Atmosphäre in den beiden Vortragsstücken musikalisch zu transportieren. Sichtlich mitgerissen und beeindruckt von der Tonqualität sowie der technischen Versiertheit aller Mitglieder, erntete das Blasorchester viel Beifall und Jubelrufe aus dem gut gefüllten Publikumssaal in der Kapfhalle in Ochsenhausen.

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Am darauffolgenden Sonntag machten sich die MusikerInnen dann auf den Weg nach Reinstetten, wo sie mit vielen Tausend anderen Musikkameraden gemeinsam auf dem Sportplatz den berühmten Gesamtchor des Kreismusikfestes zelebrierten. Anschließend marschierten alle gekommenen Blasorchester nacheinander zum Festzelt auf dem Festgelände und alle warteten, feierten und vergnügten sich dort bis zur Bekanntgabe der Wertungsspielergebnisse. Die Darbietung des Blasorchesters schien der Jury am Vortag so gut gefallen zu haben, dass der Musikverein Ummendorf in der Höchststufe mit dem Prädikat „mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ und 93,3 von 100 möglichen Punkten ausgezeichnet wurde. Dieser großartige Erfolg spiegelt nicht nur das hohe musikalische Niveau des Orchesters, sondern auch die hervorragende und leidenschaftliche Probenarbeit mit und durch Dirigentin Martina Rimmele wider. Nach der Bekanntgabe feierten die angereisten MusikerInnen noch eine Weile weiter, bevor man sich voller Freude auf den Heimweg nach Ummendorf machte. Wie es Tradition ist und gesäumt von interessierten und begeisterten Bewohnern, marschierten sie dann von der Ortsmitte zum neu gebauten Probelokal, legten eine Ehrenrunde um den Kreisverkehr ein und feierten dann noch bis in den späten Abend hinein dieses sensationelle Wochenende. Für jeden war nun klar, was das Motto des Kreismusikfestes bedeutet, nämlich mit Herz bei der Musik und dem gemeinsamen Musizieren zu sein. Von der Leistung des Musikvereins beeindruckt, kam auch Herr Bürgermeister Reichert, welcher seiner Freude jubelnd mit einer kurzen Ansprache Ausdruck verlieh. Dafür und für die Unterstützung der Gemeinde Ummendorf bedanken wir uns sehr herzlich. Ebenfalls eine große Ehre war es, dass auch der Landtagsabgeordnete Thomas Dörflinger sich Zeit nahm, um mit uns diesen Erfolg zu feiern. Denn wir alle sind „...mit Herz dabei“.

Ummendorfer zeichnen verdiente Vereinsmitglieder aus

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Der Musikverein Ummendorf hat langjährige Mitglieder geehrt. (Foto: Gerhard Rundel )

Ummendorf / geru Karl Rothenhäusler ist beim Frühjahrskonzert des Musikvereins Ummendorf mit der Ehrennadel in Gold für 50 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet worden. Zudem erhielt er von Herbert Lang, Vorsitzender des Musikvereins Ummendorf, den Ehrenbrief des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg.

„Karl Rothenhäusler hat sich überdurchschnittlich für den Musikverein Ummendorf eingesetzt“ berichtete Herbert Lang. „Er war acht Jahre Sachverwalter, 14 Jahre Festwirt und 26 Jahre im Vereinsausschuss tätig. Sein Herz gehört der Blasmusik – sie ist ein wichtiger Bestandteil seines Lebens.“

Claudia Schmid zeichnete Herbert Lang für zehn Jahre Arbeit im Vorstand mit der Förderermedaille in Bronze aus.

Anette König und Reinhold Hörnle bekamen die Ehrennadel in Gold für 40 Jahre aktives Musizieren, Bianca Schach die Ehrennadel in Gold für 30 Jahre. Für 20 Jahre aktives Musizieren erhielten Simone Rolser, Stefanie Schröder, Alexander Hepp, Simon Rothenhäusler, Matthäus Ströbele und der stellvertretende Vorsitzende Christoph Mohr die Ehrennadel in Silber.

Das Höchststufenorchester gibt das letzte Frühjahrskonzert unter der Dirigentin Martina Rimmele

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Der Musikverein Ummendorf spielte bei seinem Frühjahrskonzert auch zwei Stücke, mit denen er am kommenden Samstag in der Höchststufe beim Wertungsspiel des Kreismusikfests antritt. (Foto: gerhard runddel)

Ummendorf / sz Ein hervorragendes Konzert haben das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf und der örtliche Musikverein (MV) am Samstagabend in der neuen Gemeindehalle Ummendorf gegeben. Dirigentin Martina Rimmele, die im Sommer den Musikverein Ummendorf verlässt, gab dabei ihr letztes Frühjahrskonzert mit den Ummendorfer Musikern.

Auf Reisen mit dem Schiffsdoktor Gulliver ging das Jugendblasorchester in dem viersätzigen Werk „Gulliver’s Travels“. Die rund 300 Besucher wurden zu den Liliputanern, ins Land der Brobdingnag und auf die schwebende Insel Laputa geführt. Nach einem gefälligen, leicht wirkenden Solo von Piccolo und kleiner Trommel am Beginn des ersten Satzes (Liliput) steigerte sich die Musik zu einem prächtigen Finale im letzten Satz (Land of The Horses). Gekonnt präsentierten die jungen Musiker um Dimitri Frenkel das Konzertwerk „The Witch And The Saint“. Der Hintergrund dieser musikalischen Geschichte von Steven Reineke ist die Hexenverfolgung im Mittelalter um 1588. Mit diesem Stück erspielten die jungen Musiker beim Kreisjugendtag im März die Note „Mit hervorragendem Erfolg“. Mit Bravour meisterten die Jugendlichen die beiden Stücke der Kategorie Mittel- bis Oberstufe. Marina Fink führte charmant und redegewandt durchs Programm.

Mit wunderbarem Klang begannen die Musiker des Höchststufen-Blasorchesters aus Ummendorf mit der „Festival Fanfare“ den zweiten Teil. Festliche, fanfarenartige Trompeten leiteten dieses klassische Eröffnungswerk ein, das in einem melodiös fließenden Trio-Thema endete. Schon nach ein paar Takten wurde die gute klangliche, rhythmische und technische Qualität des Orchesters deutlich.

Dramatik pur war aus Frank Tichelis Konzertwerk „Vesuvius“ herauszuhören. Der Ausbruch des Vulkans Vesuv zerstörte 79 nach Christus die Städte Pompeji und Heraclaneum. Die Anspannung vor der Katastrophe bestimmt die musikalischen Themen. Treibende Rhythmen und komplexe Wechsel zwischen Dur und Moll vermitteln die Stimmung, die immer wieder jäh unterbrochen wurde. Im Finale dann die Steigerung zu einer extremen Erregung und die gewaltigen Explosionen des Vulkans.

Bei „Elegy I“ intonierten die Musiker die Geschichte eines betrogenen Ehemanns. Mehrfach wurde das Musikstück durch erläuternde Erzählungen von Reinhold Hörnle unterbrochen. Mystische Klangbilder und viele solistische Phrasen einzelner Musiker brachten Abwechslung in die schwer anmutende Musik. In der Komposition wurden musikalisch Emotionen wie Eifersucht, Enttäuschung, Trauer und Bedauern bis hin zur Wut ausgedrückt. Aus feinfühligem Klang im Piano führte die Dirigentin ihre Musiker vielfach explosionsartig zu aufregenden Forte-Passagen. Mit diesen beiden Stücken wird der MV Ummendorf am Samstag am Wertungsspiel beim Kreismusikfest in Reinstetten in der Höchststufe antreten.

Lateinamerikanische und afrikanische Tanzthemen sowie fröhliche und aufgeregte Trompetenklänge mit viel Schlagzeug bot das Orchester bei der „Jungle Fantasy“. Im Big-Band-Stil, gepaart mit vielen Effekten und Geräuschen, wurde eine authentische Urwald-Atmosphäre heraufbeschwört. Fast alle Instrumentengruppen konnten bei „Last Call“ in solistischen Passagen ihr Können zeigen. Mit der frenetisch geforderten Zugabe, dem „Florentiner Marsch“, endete ein Auftritt enormer Qualität. Das klangvoll aufspielende Orchester beeindruckte durch gute Intonation, ausgeprägte Dynamik, rhythmische Genauigkeit und brillante Technik.

Scheidende Dirigentin zufrieden

Zufrieden war auch Dirigentin Martina Rimmele, die ihren Musikern immer wieder Beifall zollte. Der Vorsitzende Herbert Lang sagte: „Musik soll berühren, zum Nachdenken anregen und die Zuhörer mitnehmen.“ Mit Wehmut bedankte sich Lang bei der im Sommer scheidenden Dirigentin Martina Rimmele.

Tags zuvor hatte an gleicher Stelle ein wunderbares Kinderkonzert mit dem MV und Bläserklassen der Umlachtalschule stattgefunden, berichtete Lang. Außerdem begleitete der MV die von Martina Rimmele erzählte Geschichte „Der Zauberer von Oz“ mit Bildern und Musik. Ein Bericht über die Ehrungen folgt.