Das Jugendblasorchester Ochsenhausen- Ummendorf und das Blasorchester Ummendorf überzeugen

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Xenia Grieser sang sich bei "Gabriellas Song" mit dem Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf in die Herzen der Zuhörer. (Foto: Josef Aßfalg)

Ringschnait/Ummendorf sz Der Musikverein Ummendorf hat in der Dürnachhalle in Ringschnait einen hervorragenden Konzertabend geboten. Akteure waren das Jugendblasorchester Ochsenhausen-Ummendorf und das Blasorchester Ummendorf.

Mit den Stücken „La Storia“ (Jacob de Haan) und dem Medley „Adele in Concert“ (Arrangement Michael Brown) gab die Jugendkapelle einen fulminanten Auftakt. Dazwischen fesselte die 15-Jährige Xenia Grieser bei „Gabriellas Song“ (Arrangement Kurt Gäble) aus dem Film „Wie im Himmel“ das Publikum mit schöner Stimme. Das Orchester mit 45 Buben und Mädchen, unter dem Dirigat des mit viel Körpereinsatz agierenden Dimitri Frenkel, musizierte mit guter Dynamik, sauber in Melodie und Rhythmus. Die Stücke wurden von Marla Münch, Luisa Bender und Selina Emser angesagt. Nach lang anhaltendem Beifall gaben sie „Happy“ als Zugabe.

Trompetenklänge schaffen Atmosphäre des Hochgefühls

Und dann die „Großen“: Martina Rimmele hatte „Fanfare and Theme“ von John Williams als ideales Eröffnungsstück gewählt, die dramatischen Trompetenklänge schafften eine Atmosphäre des Hochgefühls. Unter ihrer Stabführung stellten die 68 Damen und Herren des Blasorchesters dann in „Terra Vulcania“ (Otto M. Schwarz) die Entstehung und Gegenwart des steirischen Vulkanlandes dar. Nach den Teilen „March“ und „Song of the Blacksmith“ aus der „Second Suite in F“ von Gustav Holst folgte „Dialog der Generationen“ (Kurt Gäble) und „Team Spirit“ (Roland Kreid).

Den Schlusspunkt des grandiosen und bewegenden Konzerts bildete „In the Stones“ von der erfolgreichen Funkformation „Earth, Wind and Fire“. Nach lang anhaltendem Applaus formierten sich die rund 110 Musiker von Jugendkapelle und Blasorchester mit den Titeln „Highland Cathedral“ und dem „Ruez-Marsch“ zur Zugabe auf der Bühne. Vorstand Herbert Lang hatte am Schluss lobende Worte für die Dirigentin, die die Kapelle seit zehn Jahren leitet.

Das Blasorchester Ummendorf mit der diplomierten Dirigentin Martina Rimmele gehört zweifellos zu den renommierten Ensembles im Landkreis. Die Kooperation mit den Bläserklassen der Umlachtalschule ist eine Stütze für den Musikernachwuchs des Vereins angesichts des demografischen Wandels.

Verein baut für seine Zukunft

„Wir bauen für unsere Zukunft“, stand auf dem Flyer des Konzertprogramms. Im Zuge des Neubaus einer Mehrzweckhalle in Ummendorf werden für den Musikverein neue Proberäume eingebaut. Mit den Musiktiteln thematisierte Moderator Reinhold Hörnle das Bauvorhaben. Hörnle interpretierte zum Beispiel die Komposition „Team Spirit“ mit der gemeinsamen Arbeit im Orchester und auf dem Bau. Eine alternative Auslegung von „Team“ sei „Toll, ein anderer macht’s“, so Reinhold Hörnle scherzhaft.

Erhebliche Eigenleistungen

Hörnle, der am Konzertabend als genialer Moderator auftrat, sagte, dass der Innenausbau für den Musikverein rund 260000 Euro koste, davon seien 140000 Euro Materialkosten. Die Musiker erbringen Eigenleistungen im Wert von 120000 Euro. Abzüglich des Eigenkapitals habe der Verein einen Kredit über 70000 Euro aufgenommen, sagte Hörnle. Auf einer großen Leinwand konnte man Bilder von den bisherigen Bauarbeiten sehen. Als vereinsinterne Baufachleute für verschiedene Gewerke wurden Alois Lerner, Simon Rothenhäußler, Anton Mayer, Andreas Lerner und Klaus Lang vorgestellt.