Kirchenkonzert zum 135-jährigen Bestehen

Ummendorf - Am letzten Sonntag, den 8.11.2009, veranstaltete der Musikverein zum ersten mal in seiner Geschichte ein Kirchenkonzert. Es tat dies im Gedenken an die Vereinsgründung vor nun 135 Jahren. Die Probenarbeit in der Kirche zu diesem Konzert gab Gelegenheit die akustischen Eigenschaften des Raumesganz neu  kennen zu lernen und förderte einige überraschende Eigenheit zu Tage. Dirigentin Martina Rimmele feilte mit dem Orchester in der Vorbereitung unermüdlich mit viel Geschick und großen Können  um Orchesterklang und Raumakustik zu eine optimalen Ergebnis zusammen zuführen.

Freundlicherweise übernahm Pfarrer Linz die Begrüßung. Vor gut gefüllten Kirchenbänken fand er ehrende Worte über die Musik und die Rolle des Musikvereins, die er in seiner nun 135-jährigen Geschichte hier in dieser Kirche musikalisch gespielt hat.  Seine Worte wurden glänzend unterstrichen durch den musikalischen Auftakt des Konzertes mit einem Blechbläserquintett mit dem Stück „Allegro“ von Frantisek Tuma. Danach erfüllte der volle Sound des Blasorchesters  die Kirchengewölbe mit dem Klassiker „Jesu bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach. Pfarrer Linz leitet mit betrachtenden Worten über den Totenmonat November auf die inhaltliche Darstellung und den geschichtlichen Kontext des folgenden Stückes „Corsican Litany“ von Vaclav Nelhybel über. Da Stück basiert auf einem Trauergesang, der anlässlich der Beerdigung eines ermordeten Landarztes in Korsika vor bald 200 Jahren zum ersten Mal erklang. Bei der packenden musikalischen Darstellung von Verzagtheit, Trauer, abgrundtiefer Verzweiflung und kalter Wut forderte Dirigentin Martina Rimmele die Musiker bis auf Äußerste und beeindrucke das Publikum zutiefst.
Wieder leicht und heiter erklangen dann „Three Susato Dances“ von Thielmann Susato von einem auf die beiden Seitenaltäre aufgeteilten Trompeten-Doppelquartett. Das Klarinettenensemble mit Martina Rimmele an der führenden Stimme bezauberte mit der Ouvertüre zu Mozarts „Hochzeit des Figaro“ und nicht minder Anklang fand das Blechbläserensemble mit „One Moment in Time“ in einem Arrangement des vormaligen Dirigenten Robert Zick. Nach einer kurzen Umbaupause folgte das Blasorchester mit dem melodischen irischen Tanzstück „Lord Tullamore“ von Carl Wittrock. Den Abschluss des Konzertprogramms bildete „Concerto d`Amore“ von Jakob de Haan. Nach einem lang anhaltenden Schlussapplaus bedankte sich Vorsitzender Josef Kuhn bei Pfarrer Linz, der Kirchengemeinde, den Besuchern und vor allem bei Dirigentin Martina Rimmele. Einen feinen Abschluss fand das Konzert mit „Highland Cathedral“ von Michael Korb &Ulrich Roever in einem Arrangement von Andrew Ducan  und einer Strophe des Liedes  „Großer Gott wir loben dich“.

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Martina Rimmele bei Schlussapplaus

Am letzten Wochenende besuchte der Musikverein den Musiktag des Züricher Unterlands in Niederweningen. Bei bestem Festwetter erlebten wir schöne Stunden bei Musik und stimmungsvoller Geselligkeit. Am Samstagabend gaben wir im Festzelt ein einstündiges Unterhaltungskonzert als Auftakt zum Festakt „100 Jahr Musikverein Niederweningen". Mit guter Laune und viel Spielfreude war es uns ein Leichtes unter Leitung und Moderation von Martina Rimmele das Publikum im Festzelt in Stimmung zu bringen. Vors. Josef Kuhn übereichte während des Konzertes an den Präsidenten Marcel Haberstroh als Gastgeschenk eine Erinnerungsurkunde und eine Blase besten Zwetschgenbrandes aus heimischer Produktion.

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Josef Kuhn , Marcel Haberstroh

Am Sonntag spielten wir über die Mittagszeit im Festzelt und danach hatten wir die Ehre die Musikparade zu eröffnen. Nach dem Gesamtchor beim Festzelt wurden wir nach dem Fahneneinmarsch offiziell verabschiedet. Präsident Marcel Haberstroh überreicht dabei als Abschiedsgeschenk eine 4,5 kg-Magnum-Toblerone, der auf dem Heimweg noch gierig manches Pfund vom Leib geschnitten wurde.
Dank sei gesagt dem Musikverein Niederweningen, namentlich ihrem Präsidenten Marcel Haberstroh, und unser Betreuung Monika und Hugo Lenk, die uns herzlich empfangen und uns perfekt umsorgt haben.

Die Schlagzeuger Steffen Grimm und Johannes Lang aus den Reihen des Musikvereins Ummendorf haben gemeinsam mit Ralf Beer aus Öpfingen und Tobias John aus Gamerschwang, am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert" am 04.06.09 in Essen teilgenommen. In der Altersstufe VI erreichten sie in der Wertung Schlagzeugensemble mit 24 von 25 möglichen Punkten einen 1. Preis.

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Tobias John, Johanes Lang, Steffen Grimm, Ralf Berr

Das Schlagzeugquartett musste sich zuvor beim Bezirkswettbewerb in Ulm und anschließend beim Landeswettbewerb Baden Württemberg in Vaihingen qualifizieren. Sie spielten die Musikstücke „Wired von Lynn Glassock, „Aurora Borealis" von John Thrower und „In the Pocket" von John H. Beck.

Gratulation und Glückwunsch zu diesem erstaunlichen Erfolg!

Ein besonderer Dank gilt ihrem Schlagzeuglehrer Herr Michael Porter, der die Teilnahme an diesen Wettbewerben initiiert, mit viel Engagement die Jugendlichen ausbildet und zu diesen Leistungen führt.

Unsere Vereinsfahne nahm am Sonntag den 7. Juni im Rahmen des 1. Fahnenträgertreffens in Rottenacker teil an der Prämierung der schönsten Vereinsfahne zwischen Alb und Bodensee. Die Fahne mit Fähnrich Frank Bärsauter und den Ehrendamen Silvia Bärsauter und Elke Rothenhäusler wurde beim Einzug von unserer kleinen aber stimmstarken Fantruppe mit gewaltigem Jubel begrüßt. Am Ende konnte unsere Fahne einen hervorragenden 3. Platz unter 48 teilnehmenden Fahnen erzielen und wurde mit einem Einkaufsgutschein für Noten im Wert von 200 € bedacht.

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Am Samstag, den 30.05.09 hatte der Musikverein Ummendorf die Ehre am Diplomkonzert unserer Dirigentin Martina Rimmele ausführendes Orchester zu sein. Das Konzert bildete den praktischen Teil der Diplomprüfung im Hauptfach Blasorchesterleitung bei Professor Maurice Hamers an der Hochschule für Musik in Augsburg. Begonnen hatte unser Prüfungskonzert mit „Concert Prelude" von Phillip Sparke. Anschließend folgte die Lehrprobe mit dem Stück „Rikudim" - jiddische Tänze - von Jan van der Roost. Die Noten für dieses Stück bekamen wir während der Anspielprobe. In den 30 Minuten, die für die Lehrprobe zur Verfügung standen zeigte Martina Rimmele ihr Bestes. Sie brachte uns den kulturellen Kontext des Stückes nahe und feilte versiert an den technischen Details um das Erzählte musikalisch umzusetzen. Danach folgte unser Pflichtstück des Wertungsspiels „Le Mont St. Michel" von Serge Lancen. Mit dem Verklingen der letzten Töne in dem akustisch vorzüglichen Konzertsaal waren wir allesamt zufrieden und erleichtert.

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Prof. Maurice Hamers, Mathias Wehr, Martina Rimmele

Wir gratulieren Martina Rimmele herzlichst zu ihrem bestandenen Examen und freuen uns, eine solch engagierte Musikerin und Diplom-Dirigentin zu haben.